Eine API ist eine Programmierschnittstelle, über die Software mit anderer Software kommunizieren kann. Die Abkürzung steht für Application Programming Interface. Eine API legt fest, welche Daten oder Funktionen verfügbar sind und wie ein anderes Programm darauf zugreifen darf.
Wie funktioniert eine API?
Du kannst dir eine API wie eine genau geregelte Übergabestelle zwischen zwei Programmen vorstellen. Ein Programm stellt eine Anfrage. Die API nimmt diese Anfrage entgegen, übergibt sie an das zuständige System und liefert anschließend eine Antwort zurück.
Bei Web-APIs läuft diese Kommunikation meistens über das Internet. Dafür werden häufig HTTP-Anfragen verwendet. Ein Onlineshop könnte zum Beispiel über eine API den aktuellen Lagerbestand aus einem Warenwirtschaftssystem abrufen. Die Website muss dabei nicht wissen, wie dieses System intern aufgebaut ist. Sie muss lediglich die Regeln der Schnittstelle kennen.
Daten werden bei Web-APIs häufig im Format JSON übertragen. JSON ist eine einfache Textstruktur, mit der sich beispielsweise Produktnamen, Preise oder Verfügbarkeiten zwischen verschiedenen Anwendungen austauschen lassen.
Eine API kann auch festlegen, welche Aktionen erlaubt sind. Eine Anwendung darf etwa Daten lesen, neue Datensätze anlegen oder bestehende Inhalte verändern. Für geschützte Funktionen ist meist eine Anmeldung erforderlich. Dafür kommen beispielsweise API-Schlüssel oder andere Verfahren zur Authentifizierung zum Einsatz.
Welche Arten von APIs gibt es?
Nicht jede API funktioniert über das Web. Auch Betriebssysteme, Programmbibliotheken und Geräte besitzen Schnittstellen. Dadurch kann eine Anwendung beispielsweise auf Dateien zugreifen, eine Kamera ansprechen oder eine Benachrichtigung anzeigen. Browser stellen ebenfalls zahlreiche Web-APIs bereit, die Entwickler mit JavaScript verwenden können.
Bei Webdiensten begegnet dir häufig der Begriff REST-API. REST ist kein eigenes Datenformat und kein Protokoll, sondern ein Architekturstil für verteilte Systeme. Roy Fielding beschrieb REST im Jahr 2000 in seiner Dissertation.
Daneben gibt es andere Ansätze wie SOAP oder GraphQL. Welche Form sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Systeme miteinander kommunizieren und welche Anforderungen an Daten, Sicherheit und Verarbeitung bestehen.
Wo werden APIs eingesetzt?
APIs sind ein wichtiger Bestandteil vieler digitaler Dienste. Eine Wetter-App kann Messdaten über eine Schnittstelle beziehen. Ein Buchungssystem kann verfügbare Termine an eine Website übermitteln. Ein Onlineshop kann über APIs Zahlungsanbieter, Versanddienste oder Warenwirtschaftssysteme anbinden.
Auch sogenannte Headless-CMS arbeiten stark mit APIs. Dabei sind die Verwaltung der Inhalte und deren Darstellung getrennt. Texte oder Produktdaten liegen im CMS und werden über eine Schnittstelle an eine Website, App oder andere Anwendung übertragen.
Damit Entwickler eine API verwenden können, benötigen sie eine Dokumentation. Sie beschreibt unter anderem verfügbare Funktionen, erforderliche Angaben und mögliche Antworten. Für HTTP-APIs kann die OpenAPI Specification genutzt werden, um die Schnittstelle in einem standardisierten, programmiersprachenunabhängigen Format zu beschreiben.
Seit wann gibt es APIs?
Die Grundidee von Programmierschnittstellen ist älter als das heutige Web. Bereits frühe Softwarebibliotheken enthielten dokumentierte Routinen, die andere Programme aufrufen konnten. Der Ausdruck „Application Programming Interface“ ist in dieser Bedeutung seit 1968 dokumentiert.
Mit der Verbreitung von Computernetzwerken und später des World Wide Web wurden Schnittstellen zunehmend genutzt, um räumlich getrennte Systeme miteinander zu verbinden. Heute sind Web-APIs eine Grundlage für viele Apps, Plattformen und Cloud-Dienste.
Welche Bedeutung haben APIs für SEO?
Für SEO sind APIs vor allem bei der Verarbeitung und Bereitstellung von Daten wichtig. SEO-Tools können über Schnittstellen Daten automatisiert abrufen, auswerten und in Berichte übernehmen. Auch bei Websites mit Headless-CMS können APIs Inhalte an das Frontend liefern.
Entscheidend ist dabei, was am Ende auf der Website ankommt. Wenn eine API langsam reagiert oder ausfällt, können Inhalte fehlen oder Seiten langsamer werden. Eine API ersetzt daher keine technisch sauber aufgebaute und für Suchmaschinen zugängliche Website. Sie ist vielmehr ein Werkzeug, mit dem unterschiedliche Systeme zuverlässig Daten und Funktionen austauschen können.
Häufige Fragen
Was ist eine API einfach erklärt?
Eine API ist eine Schnittstelle, über die Programme Daten oder Funktionen austauschen können. Sie legt fest, welche Anfragen möglich sind und wie ein anderes Programm darauf zugreifen kann.
Was ist der Unterschied zwischen API und REST-API?
API ist der allgemeine Begriff für eine Programmierschnittstelle. Eine REST-API ist eine API, die sich an den Prinzipien des REST-Architekturstils orientiert und häufig für Webdienste verwendet wird.
Warum sind APIs für Websites wichtig?
APIs ermöglichen einer Website, Daten und Funktionen anderer Systeme zu nutzen. Damit lassen sich zum Beispiel Shops, Buchungssysteme, Zahlungsdienste oder Content-Management-Systeme miteinander verbinden.