Cross Linking bezeichnet die gezielte Querverlinkung zwischen thematisch zusammengehörigen Seiten. Im SEO-Kontext ist damit meist eine interne Verlinkung gemeint, die Nutzern und Suchmaschinen hilft, verwandte Inhalte zu finden und Zusammenhänge zu verstehen.
Wie funktioniert Cross Linking?
Angenommen, du betreibst einen Ratgeber über Wanderschuhe. Ein Beitrag über die richtige Schuhgröße verweist auf einen Artikel über Wandersocken. Dieser wiederum verlinkt zurück zu passenden Schuhmodellen oder zu einem Beitrag über Blasenvermeidung. Dadurch entsteht ein Netz aus inhaltlich passenden Verbindungen.
Cross Linking unterscheidet sich damit von einer rein hierarchischen Navigation. Eine Hauptnavigation führt etwa von der Startseite zur Kategorie und weiter zum Produkt. Querverlinkungen verbinden zusätzlich Inhalte, die auf derselben oder auf unterschiedlichen Hierarchieebenen liegen.
Warum ist Cross Linking für SEO relevant?
Google erklärt, dass interne Links sowohl Menschen als auch Google helfen, eine Website besser zu verstehen. Der sichtbare Ankertext sollte beschreiben, was Nutzer auf der Zielseite erwartet. Außerdem empfiehlt Google, jede wichtige Seite mindestens von einer anderen Seite der eigenen Website aus zu verlinken.
Interne Links erleichtern außerdem die Entdeckung neuer URLs. Ein Crawler kann einem normalen Link folgen und dadurch Seiten finden, die noch nicht bekannt waren.
Cross Linking kann auch verdeutlichen, welche Inhalte thematisch zusammengehören. Es ersetzt jedoch weder gute Inhalte noch eine klare Informationsarchitektur.
Was ist ein guter Ankertext?
Ein sinnvoller Linktext ist konkret und verständlich. „Mehr erfahren“ verrät wenig über das Linkziel. „Tipps zur Wanderschuh-Pflege“ beschreibt dagegen unmittelbar, worum es auf der verlinkten Seite geht.
Du musst dabei nicht bei jedem internen Link exakt dasselbe Keyword verwenden. Natürlich formulierte, unterschiedliche Ankertexte sind in der Regel verständlicher und passen besser in einen redaktionellen Text.
Wann wird Cross Linking problematisch?
Querverlinkungen verlieren ihren Nutzen, wenn sie wahllos gesetzt werden. Hunderte Links in einem Text erschweren die Orientierung. Ebenso wenig sinnvoll sind Links, die nur wegen eines Keywords eingebaut werden, obwohl die Zielseite thematisch kaum passt.
Auch automatisierte Linkblöcke können problematisch werden, wenn sie auf jeder Seite dieselben Ziele wiederholen und keinen echten Navigationswert schaffen.
Gutes Cross Linking beginnt daher nicht bei einer gewünschten Linkanzahl, sondern bei der Frage: Welche weitere Seite hilft jemandem, der genau diesen Inhalt gerade liest?
Cross Linking und externe Links
Der Ausdruck kann gelegentlich auch für gegenseitige Verlinkungen zwischen verschiedenen Websites verwendet werden. Im technischen SEO ist die interne Querverlinkung jedoch der häufigere Anwendungsfall. Gegenseitige externe Links sind nicht automatisch problematisch. Werden sie allerdings in großem Umfang ausschließlich zur Manipulation von Rankings aufgebaut, können Googles Spam-Regeln für Links relevant werden.
Häufige Fragen
Was bedeutet Cross Linking?
Cross Linking bedeutet, thematisch verwandte Seiten gezielt miteinander zu verlinken. Im SEO ist damit häufig die interne Querverlinkung innerhalb einer Website gemeint.
Warum sind interne Querverlinkungen wichtig?
Sie helfen Besuchern bei der Navigation und erleichtern Suchmaschinen die Entdeckung sowie Einordnung zusammengehöriger Inhalte.
Wie sollte der Linktext formuliert sein?
Der Ankertext sollte verständlich beschreiben, was auf der Zielseite zu erwarten ist. Natürlich formulierte Linktexte sind meist sinnvoller als erzwungene Keyword-Wiederholungen.