Ein Datenfeed ist eine strukturierte Sammlung von Daten, die von einem System an ein anderes übertragen wird. Häufig enthält ein Datenfeed Produktinformationen, Preise, Verfügbarkeiten oder andere Inhalte, die regelmäßig aktualisiert werden.
Wie funktioniert ein Datenfeed?
Ein Datenfeed stellt Informationen in einer festen Struktur bereit. Dadurch kann ein anderes System die Daten automatisch einlesen und weiterverarbeiten. Typische Formate sind tabellarische Textdateien, XML oder die Übertragung über eine API, also eine Programmierschnittstelle. Google Merchant Center unterstützt beispielsweise Produktdaten über Dateien, Google Sheets oder eine API.
Die einzelnen Datensätze besitzen fest definierte Felder. Bei einem Produktfeed können das zum Beispiel Artikelnummer, Titel, Beschreibung, Preis, Bildadresse, Marke und Verfügbarkeit sein. Ein eindeutiger Wert wie eine Produkt-ID sorgt dafür, dass verschiedene Systeme denselben Artikel zuverlässig zuordnen können.
Der Feed kann manuell übertragen oder automatisch aktualisiert werden. Bei einem Onlineshop ist eine automatische Aktualisierung meist sinnvoll, weil sich Preise und Lagerstände laufend ändern können.
Wo werden Datenfeeds eingesetzt?
Datenfeeds spielen vor allem im E-Commerce eine wichtige Rolle. Ein Shop kann seine Produktdaten beispielsweise an Preisvergleichsportale, Marktplätze, Werbeplattformen oder Produktsuchmaschinen weitergeben. Dadurch müssen dieselben Informationen nicht in jedem System einzeln gepflegt werden.
Auch außerhalb von Onlineshops kommen Datenfeeds vor. Wetterdaten, Börsenkurse, Stellenangebote, Immobilien oder Nachrichten können ebenfalls strukturiert zwischen verschiedenen Plattformen ausgetauscht werden.
Google bezeichnet frühere Merchant-Center-Feeds mittlerweile als Datenquellen. Produktinformationen können dort unter anderem als TXT-, XML- oder TSV-Datei sowie über die Merchant API übermittelt werden.
Warum ist die Datenqualität wichtig?
Ein Datenfeed funktioniert nur zuverlässig, wenn seine Struktur und Inhalte stimmen. Fehlende Pflichtfelder, falsche Preise, ungültige Produktkennzeichnungen oder nicht erreichbare Bilder können dazu führen, dass Datensätze nicht verarbeitet werden.
Besonders wichtig ist die Synchronität mit dem Ursprungssystem. Zeigt ein Feed beispielsweise einen anderen Preis als der Webshop, entstehen widersprüchliche Informationen. Bei Google Merchant Center können unvollständige oder fehlerhafte Produktdaten die Darstellung von Produkten einschränken oder zu Ablehnungen führen.
Deshalb solltest Du bei automatisierten Feeds regelmäßig prüfen, ob die Übertragung funktioniert und die exportierten Daten tatsächlich dem aktuellen Stand entsprechen.
Datenfeed und Online-Marketing
Im Online-Marketing ermöglicht ein Datenfeed die automatisierte Verarbeitung großer Produktbestände. Statt für tausende Artikel einzelne Anzeigen oder Einträge zu pflegen, liefert der Feed die notwendigen Informationen direkt aus dem Shopsystem.
Ein sauber aufgebauter Feed erleichtert dadurch nicht nur die technische Verwaltung. Er sorgt auch dafür, dass externe Plattformen Produkte richtig verstehen und mit den passenden Angaben darstellen können.
Häufige Fragen
Was ist ein Datenfeed?
Ein Datenfeed ist eine strukturierte Sammlung von Informationen, die automatisiert zwischen verschiedenen Systemen übertragen und verarbeitet werden kann.
Welche Formate kann ein Datenfeed haben?
Datenfeeds können unter anderem als tabellarische Textdatei oder XML bereitgestellt werden. Daten lassen sich außerdem direkt über eine API übertragen.
Wofür braucht ein Onlineshop einen Datenfeed?
Ein Onlineshop kann damit Produktinformationen automatisiert an Marktplätze, Preisvergleichsportale oder Werbeplattformen übermitteln.