Zum Hauptinhalt springen
Aufträge generieren Messbare Ergebnisse Nachhaltiger Erfolg

Elementor Page Builder

cropped klaus kirnbauer

Elementor ist ein visueller Page Builder für WordPress, mit dem du Websites per Drag-and-Drop gestaltest – ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen. Das Plugin ersetzt den Standard-Editor von WordPress durch eine eigene Oberfläche, in der du Seiten direkt so siehst, wie sie später im Browser aussehen. Elementor ist heute das weltweit meistgenutzte WordPress-Plugin und läuft laut WordPress.org auf über 10 Millionen Websites aktiv.

Wie Elementor funktioniert

Wenn du Elementor installierst, bekommst du im WordPress-Backend einen Button „Mit Elementor bearbeiten“. Ein Klick darauf öffnet den eigenen Editor im Browser – eine geteilte Ansicht, bei der links die Einstellungen sind und rechts deine Seite in Echtzeit zu sehen ist. Was du änderst, siehst du sofort. Das Prinzip nennt sich WYSIWYG (What You See Is What You Get – zu Deutsch: Was du siehst, ist das Ergebnis).

Die Bausteine in Elementor heißen Widgets. Darunter fallen etwa Überschriften, Bilder, Buttons, Formulare, Videos oder Galerien. Du ziehst ein Widget per Maus in den Seitenbereich, passt Farbe, Größe und Abstände an und fertig. Die Seite baut sich aus Abschnitten, Spalten und Widgets auf – ein dreistufiges System, das dir erlaubt, nahezu jedes Layout umzusetzen.

In der kostenlosen Version stehen dir über 40 Widgets zur Verfügung. Die kostenpflichtige Version, Elementor Pro, erweitert das auf über 80 Widgets und schaltet zusätzliche Funktionen frei: einen Theme Builder (damit gestaltest du auch Header, Footer und Archivseiten visuell), einen WooCommerce-Builder für Onlineshops, Popup-Erstellung und dynamische Inhalte. Seit Version 4 – dem sogenannten Atomic Editor – lassen sich wiederverwendbare Design-Komponenten anlegen, die du seitenübergreifend einsetzen und zentral aktualisieren kannst.

Geschichte und Entwicklung

Elementor wurde 2016 von Yoni Luksenberg und Ariel Klikstein in Israel gegründet. Der Firmensitz ist in Ramat Gan, einem Vorort von Tel Aviv. Bereits nach zwei Jahren verzeichnete das Plugin rund eine Million aktive Installationen.

Das Unternehmen professionalisierte sich durch eine Finanzierungsrunde von Lightspeed Venture Partners. Insgesamt hat Elementor bisher 65 Millionen US-Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Zwischen 2020 und 2025 setzte sich Elementor als klarer Marktführer unter den WordPress Page Buildern durch. Anfang 2026 präsentierte das Unternehmen mit Elementor One ein überarbeitetes Produktpaket, das Editor, Hosting und KI-Werkzeuge unter einem Dach vereint.

Verbreitung und Marktstellung

Unter den WordPress Page Buildern hält Elementor einen Marktanteil von etwa 40 bis 50 Prozent und liegt damit deutlich vor Konkurrenten wie Beaver Builder oder WP Bakery, die jeweils auf rund 5 bis 10 Prozent kommen.

Der Marktanteil von Elementor liegt bei 14,1 Prozent aller WordPress-Websites. Da WordPress selbst über 40 Prozent aller Websites weltweit antreibt, erreicht Elementor damit eine enorme Reichweite. Laut BuiltWith-Statistiken betrieb Elementor im Februar 2025 über 5 Prozent der weltweit meistbesuchten Millionen Websites.

Elementor und SEO

Elementor arbeitet problemlos mit den gängigen SEO-Plugins zusammen, allen voran Yoast SEO und Rank Math. Meta-Titel, Meta-Beschreibungen und strukturierte Daten lassen sich wie gewohnt über diese Plugins pflegen – unabhängig davon, ob du Elementor oder den Standard-Editor verwendest.

Die eigentliche SEO-Herausforderung bei Elementor liegt woanders: Ladezeit und Code-Qualität. Elementor erzeugt im Hintergrund mehr HTML-, CSS- und JavaScript-Code als ein schlankes Theme oder der Gutenberg-Editor. Das kann die Core Web Vitals belasten – jene Kennzahlen, die Google seit 2021 als Rankingfaktor heranzieht. Eine träge Seite verliert im Vergleich zu einer technisch sauberen Seite an Rankingpotenzial, selbst wenn der Inhalt gleichwertig ist.

Mit der richtigen Konfiguration lässt sich das aber weitgehend ausgleichen: Das vom Elementor-Team selbst entwickelte, schlanke Theme Hello Elementor minimiert unnötigen Code. Dazu kommen Caching-Plugins, ein gutes Hosting und die in neueren Elementor-Versionen verbesserten Performance-Funktionen wie automatische Bildoptimierung und Asset-Bereinigung. Mit dem Hello Theme, aktiviertem Caching und gutem Hosting sind Google-PageSpeed-Werte von 90 und mehr absolut erreichbar.

Ein weiterer Punkt, den du kennen solltest: Vendor Lock-in. Wenn du Elementor später deaktivierst oder wechselst, gehen komplexe Layouts verloren. Die reinen Inhalte – Texte und Bilder – bleiben erhalten, aber das visuelle Design verschwindet. Das ist kein Elementor-spezifisches Problem, sondern trifft alle Page Builder.

Kostenlos vs. Pro

Die Gratis-Version ist auf WordPress.org frei verfügbar und für viele Projekte bereits ausreichend. Elementor Pro ist als Jahresabonnement erhältlich, die Preisstufe richtet sich nach der Anzahl der Websites, auf denen du es nutzen willst. Lifetime-Lizenzen, die früher einmal angeboten wurden, gibt es seit einigen Jahren nicht mehr.

Häufige Fragen

Ist Elementor gut für SEO?

Elementor selbst schadet der SEO nicht. Es ist aber wichtig, auf Ladezeiten zu achten, weil Elementor mehr Code erzeugt als schlanke Alternativen. Mit einem leichtgewichtigen Theme, Caching und gutem Hosting erreichst du trotzdem gute PageSpeed-Werte. Für Meta-Daten und strukturierte Daten brauchst du zusätzlich ein SEO-Plugin wie Yoast oder Rank Math.

Was ist der Unterschied zwischen Elementor Free und Elementor Pro?

Die kostenlose Version erlaubt dir, Seiten und Beiträge visuell zu gestalten, mit über 40 Widgets. Elementor Pro erweitert das deutlich: Theme Builder für Header und Footer, WooCommerce-Integration, Popup-Builder, dynamische Inhalte und über 80 Widgets stehen damit zur Verfügung.

Kann ich Elementor ohne Programmierkenntnisse nutzen?

Ja, das ist der Kerngedanke von Elementor. Du brauchst kein HTML, kein CSS und kein JavaScript. Für einfache bis mittlere Websites kommt man mit der Drag-and-Drop-Oberfläche sehr weit. Wer anspruchsvollere Anpassungen will, kann optional eigenen CSS-Code einbinden – muss aber nicht.