Google Ads Assets sind einzelne Bestandteile einer Anzeige, zum Beispiel Anzeigentitel, Beschreibungen, Bilder, Videos, Links oder Standortinformationen. Google kann mehrere dieser Bausteine passend zur Suchanfrage, zum Anzeigenformat und zum verwendeten Kanal miteinander kombinieren.
Wie funktionieren Google Ads Assets?
Ein Asset enthält einen bestimmten Teil deiner Werbebotschaft. Bei einer responsiven Suchanzeige können etwa mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen hinterlegt werden. Google Ads testet unterschiedliche Kombinationen und versucht, für eine Suchanfrage eine passende Variante auszuspielen. Bei anderen Kampagnentypen können auch Bilder, Logos und Videos Teil der Anzeige sein.
Assets können je nach Typ auf unterschiedlichen Ebenen eingebunden werden. Einige gelten für das gesamte Google-Ads-Konto, andere für eine bestimmte Kampagne, Anzeigengruppe oder Anzeige. Dadurch kannst du Inhalte teilweise mehrfach verwenden, ohne sie für jede Anzeige neu erstellen zu müssen.
Nicht jedes hinterlegte Asset wird bei jeder Auslieferung angezeigt. Google Ads wählt aus den verfügbaren Inhalten jene Bestandteile aus, die zum jeweiligen Anzeigenformat und zur Situation passen. Deshalb sollten einzelne Texte auch dann verständlich sein, wenn sie in unterschiedlichen Kombinationen erscheinen.
Welche Arten von Google Ads Assets gibt es?
Zu den bekanntesten Google Ads Assets gehören Sitelink-Assets. Sie führen direkt zu bestimmten Unterseiten einer Website, etwa zu Leistungen, Preisen oder Kontaktinformationen. Assets mit Zusatzinformationen ergänzen kurze Aussagen wie „Kostenloser Versand“ oder „Termin online buchen“. Strukturierte Snippets zeigen dagegen mehrere Aspekte eines Angebots innerhalb einer vorgegebenen Kategorie.
Weitere Asset-Typen sind unter anderem Bild-, Anruf-, Standort-, Preis-, Angebots-, App- und Lead-Formular-Assets. Darüber hinaus verwendet Google Ads Text-, Video- und Logo-Assets für verschiedene Kampagnen- und Anzeigenformate. Welche Varianten verfügbar sind, hängt deshalb auch davon ab, ob du beispielsweise eine Such-, Display-, App- oder Performance-Max-Kampagne einsetzt.
Warum hießen Assets früher Anzeigenerweiterungen?
Viele Google Ads Assets waren lange unter dem Begriff Anzeigenerweiterungen beziehungsweise „Ad Extensions“ bekannt. Dazu gehörten beispielsweise Sitelinks, Telefonnummern und zusätzliche Textinformationen.
Google kündigte am 15. September 2022 an, diese Erweiterungen in der Benutzeroberfläche als Assets zu bezeichnen. Gleichzeitig wurde ihre Verwaltung stärker mit der Erstellung von Anzeigen und Kampagnen verbunden. Bereits vorhandene Erweiterungen wurden dabei übernommen. Der Begriff „Asset“ ist breiter, weil Google damit heute nicht nur frühere Erweiterungen, sondern auch grundlegende Anzeigenbestandteile wie Texte, Bilder und Videos bezeichnet.
Manuelle und automatisch erstellte Assets
Du kannst viele Assets selbst anlegen und damit gezielt festlegen, welche Informationen Google Ads zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es automatisch erstellte Assets. Google kann solche Inhalte erzeugen oder vorhandene Informationen nutzen, wenn das System erwartet, dass sie die Anzeigenleistung verbessern.
Automatische und selbst erstellte Assets können parallel eingesetzt werden. Die automatische Erstellung bedeutet daher nicht, dass du auf eigene Inhalte verzichten solltest. Gerade bei wichtigen Aussagen zu Preisen, Angeboten oder besonderen Leistungen ist es sinnvoll, die verfügbaren Assets regelmäßig zu kontrollieren.
Für das bloße Hinzufügen zusätzlicher Assets entstehen keine eigenen Gebühren. Kosten können jedoch anfallen, wenn Nutzer auf kostenpflichtige Elemente einer Anzeige klicken oder damit interagieren.
Assets bei responsiven Anzeigen und Performance Max
Bei responsiven Suchanzeigen kannst du mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen bereitstellen. Google kombiniert diese Text-Assets und testet unterschiedliche Zusammenstellungen. Aktuell sind bei einer responsiven Suchanzeige bis zu 15 Anzeigentitel und vier Beschreibungen möglich.
Bei Performance Max spielen Assets eine noch größere Rolle. Hier können Text, Bilder, Logos und Videos für Anzeigen auf verschiedenen Google-Kanälen verwendet werden. Mehrere zusammengehörige Inhalte werden dabei in sogenannten Asset-Gruppen organisiert. Eine Asset-Gruppe ist also nicht dasselbe wie ein einzelnes Asset, sondern bündelt mehrere Werbemittel.
Google baut zugleich Funktionen zur KI-gestützten Erstellung und Bearbeitung solcher Inhalte aus. Dadurch wird es wichtiger, hochwertige Ausgangsmaterialien bereitzustellen und automatisch erzeugte Ergebnisse inhaltlich zu prüfen.
Welche Bedeutung haben Google Ads Assets für SEO?
Google Ads Assets gehören zum SEA, also zur bezahlten Suchmaschinenwerbung. Sie verbessern nicht direkt die organischen Positionen einer Website bei Google und sind deshalb kein SEO-Rankingfaktor.
Für Werbekampagnen können sie dennoch wichtig sein. Zusätzliche Informationen helfen Nutzern, ein Angebot bereits in der Anzeige besser einzuschätzen. Ein Sitelink kann beispielsweise direkt auf eine passende Leistungsseite führen, während ein Standort-Asset für ein regionales Unternehmen Adresse und Wegbeschreibung sichtbar macht. SEO und Google Ads können dadurch dieselben hochwertigen Zielseiten nutzen, auch wenn organische und bezahlte Rankings getrennt funktionieren.
Häufige Fragen
Was sind Google Ads Assets?
Google Ads Assets sind einzelne Bestandteile von Anzeigen, etwa Anzeigentitel, Beschreibungen, Bilder, Videos, Sitelinks oder Standortinformationen. Google kann diese Inhalte je nach Anzeigenformat und Situation unterschiedlich kombinieren.
Was ist der Unterschied zwischen Assets und Anzeigenerweiterungen?
Viele frühere Anzeigenerweiterungen wie Sitelinks oder Anrufinformationen werden seit 2022 als Assets bezeichnet. Der Begriff ist heute breiter und umfasst auch grundlegende Anzeigenbestandteile wie Texte, Bilder und Videos.
Kosten Google Ads Assets zusätzlich Geld?
Für das Hinzufügen von Assets selbst fallen keine zusätzlichen Kosten an. Kosten können entstehen, wenn Nutzer auf kostenpflichtige Bestandteile der Anzeige klicken oder mit ihnen interagieren.