Das Google Penguin Update war ein Google-System zur Bekämpfung von Linkspam und manipulativen Linkaufbaupraktiken. Es wurde 2012 eingeführt und 2016 in Googles zentrale Ranking-Systeme integriert.
Warum wurde Penguin eingeführt?
Links gehören seit den frühen Jahren von Google zu wichtigen Signalen für die Bewertung von Webseiten. Dadurch entstand gleichzeitig ein Markt für Maßnahmen, mit denen sich Linksignale künstlich beeinflussen ließen.
Dazu gehörten beispielsweise massenhaft gekaufte Links oder automatisiert erzeugte Verlinkungen. Solche Praktiken sollten nicht die tatsächliche Empfehlung einer Website ausdrücken, sondern Rankings manipulieren.
Google kündigte im April 2012 eine größere Änderung zur Bekämpfung solchen Webspams an. Das System erhielt später den Namen Penguin.
Penguin wurde in den folgenden Jahren mehrfach aktualisiert und verfeinert.
Was änderte Penguin 2016?
Im September 2016 wurde Penguin stärker in die zentralen Ranking-Systeme integriert. Eine wichtige Veränderung war die laufendere Verarbeitung von Signalen.
Frühere Penguin-Versionen wurden in größeren Abständen aktualisiert. Dadurch konnten betroffene Websites längere Zeit auf eine Neubewertung warten.
Mit Penguin 4.0 wurden die entsprechenden Signale wesentlich kontinuierlicher verarbeitet. Google beschrieb die Wirkung außerdem als granularer. Problematische Linksignale konnten dadurch gezielter behandelt werden, statt immer eine gesamte Website in gleicher Weise zu betreffen.
Heute führt Google Penguin als historisches System, das in die zentralen Ranking-Systeme integriert wurde.
Was bedeutet Penguin für modernes SEO?
Eine nachhaltige Linkstrategie sollte nicht darauf ausgerichtet sein, möglichst viele künstliche Links zu erzeugen. Google verfügt inzwischen über weitere Systeme zur Spam-Erkennung, darunter SpamBrain.
Auch aktuelle Link-Spam-Updates können unnatürliche Verlinkungen neutralisieren. Wenn ein manipulativer Link keinen positiven Effekt mehr überträgt, lässt sich dieser verlorene Vorteil nicht einfach dadurch „zurückholen“, dass du den Link später entfernst.
Für SEO ist deshalb relevant, warum ein Backlink entsteht. Redaktionelle Erwähnungen aufgrund hilfreicher Inhalte, Daten, Produkte oder echter Beziehungen sind etwas anderes als massenhaft platzierte Links allein zur Rankingmanipulation.
Das Google Penguin Update gehört heute vor allem zur SEO-Geschichte. Seine grundlegende Botschaft bleibt jedoch aktuell: Links sind wertvoll, wenn sie echte Verbindungen und Empfehlungen im Web widerspiegeln und nicht künstlich zur Manipulation von Rankings erzeugt werden.
Häufige Fragen
Was war das Google Penguin Update?
Google Penguin war ein 2012 eingeführtes System zur Bekämpfung von Linkspam und manipulativen Linkaufbaupraktiken.
Wann wurde Penguin Teil der zentralen Google-Systeme?
Im Jahr 2016 wurde Penguin in die zentralen Ranking-Systeme integriert und seine Verarbeitung stärker auf laufende Neubewertungen umgestellt.
Gibt es heute noch Penguin Updates?
Penguin wird nicht mehr als eigenständiges Update geführt. Linkspam wird heute durch weiterentwickelte Spam- und Ranking-Systeme behandelt.