Wenn du verstehen willst, wie Google wie es funktioniert, brauchst du drei Begriffe: Crawling, Indexierung und Ranking. Google durchsucht das Web mit automatisierten Programmen, speichert die gefundenen Seiten in einer riesigen Datenbank und sortiert sie bei jeder Suchanfrage danach, wie nützlich sie für dich sind. Dieser Prozess läuft ständig im Hintergrund ab, ohne dass du davon etwas mitbekommst.
Die Geschichte von Google
Alles begann 1996 an der Stanford University. Larry Page und Sergey Brin, zwei Doktoranden der Informatik, arbeiteten dort an einem Forschungsprojekt namens BackRub. Ihre Idee: Eine Webseite ist nicht deshalb wichtig, weil ein bestimmtes Wort besonders oft darauf vorkommt, sondern weil viele andere wichtige Seiten auf sie verlinken. Aus dieser Idee entstand der PageRank-Algorithmus, benannt nach Larry Page.
Am 4. September 1998 gründeten die beiden in einer Garage in Menlo Park, Kalifornien, offiziell die Firma Google Inc. Den Namen leiteten sie vom mathematischen Begriff „Googol“ ab, einer Eins mit hundert Nullen — ein Sinnbild für die riesige Menge an Information, die sie durchsuchbar machen wollten. Schon 2000 wurde Google zur Standard-Suchmaschine bei Yahoo, 2004 ging das Unternehmen an die Börse. Heute gehört Google zum Mutterkonzern Alphabet Inc.
Crawling: Wie Google das Web entdeckt
Bevor eine Seite überhaupt in der Google-Suche auftauchen kann, muss sie zuerst gefunden werden. Dafür setzt Google automatisierte Programme ein, die Crawler oder Googlebot genannt werden. Diese Crawler funktionieren ähnlich wie du beim Surfen im Internet: Sie öffnen eine Seite, lesen den Inhalt und folgen den Links darauf zu neuen Seiten. So entdecken sie laufend neue oder aktualisierte Inhalte, ohne dass jemand sie manuell anmelden muss.
Damit eine Seite gefunden wird, muss sie technisch zugänglich sein. Blockiert etwa eine robots.txt-Datei den Zugriff, oder ist der Server nicht erreichbar, kann Google die Seite gar nicht erst crawlen.
Indexierung: Wie Google Inhalte versteht
Nachdem eine Seite gecrawlt wurde, versucht Google zu verstehen, worum es dort geht. In dieser Phase, der Indexierung, analysiert Google Texte, Bilder, Videos sowie technische Elemente wie den Titel der Seite. Die Seite wird dabei so gerendert, wie du sie im Browser sehen würdest, also inklusive CSS und JavaScript. Alle Erkenntnisse landen im Google-Index, einer gigantischen Datenbank, die sich am ehesten mit dem Stichwortverzeichnis am Ende eines Buchs vergleichen lässt: Zu jedem Begriff wird vermerkt, auf welchen Seiten er vorkommt.
Findet Google identische oder sehr ähnliche Inhalte auf mehreren URLs, wählt es eine davon als sogenannte kanonische Seite aus. Nur diese wird typischerweise in den Suchergebnissen angezeigt. Ein Beispiel: Ist eine Produktseite unter beispiel-seite.at/schuhe und zusätzlich unter beispiel-seite.at/schuhe?farbe=blau erreichbar, entscheidet Google, welche Version als Hauptversion gilt.
Ranking: Wie Google die Reihenfolge bestimmt
Gibst du eine Suchanfrage ein, durchsucht Google in Sekundenbruchteilen den Index nach passenden Inhalten und ordnet sie nach Relevanz. Dabei spielt der ursprüngliche PageRank-Gedanke — wie viele und wie hochwertige Links auf eine Seite zeigen — bis heute eine Rolle, wurde aber im Lauf der Jahre um zahlreiche weitere Faktoren ergänzt. Dazu zählen etwa die inhaltliche Übereinstimmung mit der Suchanfrage, die Ladegeschwindigkeit einer Seite, ihre mobile Nutzbarkeit und die Vertrauenswürdigkeit der Quelle.
Google selbst betont, dass keine Zahlungen angenommen werden, um eine Seite häufiger zu crawlen oder besser zu ranken. Die genauen Details des Rankingalgorithmus veröffentlicht Google nicht vollständig, um Manipulationsversuche zu erschweren. Bekannt ist aber das Konzept E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness), also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, das Google zur Bewertung der Qualität von Inhalten heranzieht.
Bedeutung für Betreiber von Webseiten
Wenn du eine Website betreibst, lohnt es sich, alle drei Phasen im Blick zu behalten. Eine Seite, die nicht gecrawlt werden kann, wird nie indexiert, und eine Seite, die nicht indexiert ist, kann niemals ranken. Hilfsmittel wie eine Sitemap oder eine saubere robots.txt-Datei helfen Google dabei, deine Inhalte zu finden und richtig einzuordnen. Über die kostenlose Google Search Console kannst du außerdem direkt einsehen, welche deiner Seiten bereits indexiert sind und wo es Probleme gibt.
Häufige Fragen
Wie funktioniert Google eigentlich?
Google durchsucht das Web mit automatisierten Crawlern, speichert die gefundenen Inhalte im Google-Index und zeigt bei einer Suchanfrage die relevantesten Ergebnisse in einer sortierten Reihenfolge an.
Was ist der Unterschied zwischen Crawling und Indexierung?
Beim Crawling entdeckt und lädt Google eine Seite herunter. Bei der Indexierung analysiert Google den Inhalt dieser Seite und speichert ihn in der durchsuchbaren Datenbank, dem Google-Index.
Wer hat Google erfunden?
Google wurde 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet, die an der Stanford University den PageRank-Algorithmus entwickelt hatten.
- Die Geschichte von Google
- Crawling: Wie Google das Web entdeckt
- Indexierung: Wie Google Inhalte versteht
- Ranking: Wie Google die Reihenfolge bestimmt
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