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Hyperlink

cropped klaus kirnbauer

Ein Hyperlink ist ein klickbares Element auf einer Website, das dich zu einer anderen Stelle im Web führt – zu einer anderen Seite, einem anderen Bereich derselben Seite oder zu einer Datei. Technisch besteht ein Hyperlink meist aus einem sichtbaren Text oder Bild und einer dahinterliegenden Adresse, der URL. Ohne Hyperlinks gäbe es das World Wide Web in seiner heutigen Form nicht, denn sie verbinden einzelne Dokumente zu einem durchsuchbaren Netz.

Woher der Begriff kommt

Den Begriff Hypertext hat der amerikanische Soziologe und Informatiker Ted Nelson geprägt. Er verwendete das Wort erstmals 1965 in einem Vortrag mit dem Titel „Complex Information Processing: A File Structure for the Complex, the Changing, and the Indeterminate“ bei der Association for Computing Machinery (ACM). Nelson meinte damit Text, der nicht linear von Anfang bis Ende gelesen werden muss, sondern durch Verweise verzweigt. Seine Vision eines vollständig vernetzten „Docuverse“ verfolgte er später mit dem Projekt Xanadu, das bis heute nie vollständig umgesetzt wurde.

Umgesetzt wurde die Idee schließlich vom britischen Physiker Tim Berners-Lee. Er entwickelte ab 1989 am europäischen Kernforschungszentrum CERN das World Wide Web, um Forschungsdaten zwischen Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz und in Frankreich einfacher austauschen zu können. Am 6. August 1991 veröffentlichte er die erste Website der Welt unter der Adresse info.cern.ch. Dafür entwickelte er gleichzeitig drei Grundpfeiler: die Auszeichnungssprache HTML (Hypertext Markup Language), das Übertragungsprotokoll HTTP und die URL als eindeutige Adresse für jedes Dokument. Der Hyperlink war das verbindende Element zwischen diesen drei Technologien.

Wie ein Hyperlink technisch aufgebaut ist

Im HTML-Code wird ein Hyperlink mit dem <a>-Element erzeugt, wobei „a“ für „anchor“ (Anker) steht. Das wichtigste Attribut ist href („hypertext reference“), das die Zieladresse angibt, etwa <a href="https://beispiel-seite.at/kontakt">Kontakt</a>. Der Text zwischen den öffnenden und schließenden Tags ist der sichtbare Ankertext, also das, worauf du tatsächlich klickst.

Zusätzlich gibt es weitere Attribute, die das Verhalten des Links steuern. Mit target="_blank" öffnet sich der Link in einem neuen Tab. Das Attribut rel (für „relationship“) beschreibt die Beziehung zur verlinkten Seite. Häufige Werte sind nofollow, mit dem du Suchmaschinen signalisierst, den Link bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen, sowie sponsored für bezahlte Links und ugc für Links in nutzergenerierten Inhalten wie Kommentaren. Bei Links, die in einem neuen Tab geöffnet werden, wird oft zusätzlich noopener gesetzt: Das verhindert, dass die neu geöffnete Seite auf das ursprüngliche Browserfenster zugreifen kann – ein wichtiges Sicherheitsdetail.

Arten von Hyperlinks

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen internen und externen Links. Ein interner Link führt innerhalb derselben Website von einer Seite zur anderen, zum Beispiel von der Startseite zu beispiel-seite.at/leistungen. Ein externer Link verweist auf eine andere Domain. Daneben gibt es Anker-Links, die nicht zu einer neuen Seite, sondern zu einem bestimmten Abschnitt auf derselben Seite springen – praktisch etwa bei langen Inhaltsverzeichnissen. Auch E-Mail-Links, die ein E-Mail-Programm öffnen, oder Links zu Dateien wie PDFs zählen technisch zu den Hyperlinks.

Bedeutung für SEO und Nutzerführung

Für Suchmaschinen sind Hyperlinks ein zentrales Element, um das Web zu durchsuchen. Sogenannte Crawler folgen Links von Seite zu Seite, um neue Inhalte zu finden und zu bewerten. Interne Verlinkung hilft dabei, die Struktur einer Website verständlich zu machen und zeigt, welche Seiten besonders wichtig sind. Externe Links, die von anderen Websites auf deine Seite zeigen (Backlinks), gelten seit den Anfängen von Google als eines der wichtigsten Rankingsignale, weil sie wie eine Empfehlung wirken.

Für dich als Nutzer sind Hyperlinks vor allem eines: der Weg durchs Web. Ein gut gesetzter Link mit aussagekräftigem Ankertext – also nicht „hier klicken“, sondern ein Text, der beschreibt, wohin der Link führt – macht eine Seite leichter verständlich und barrierefreier, weil auch Screenreader für blinde Nutzerinnen und Nutzer auf sprechende Linktexte angewiesen sind.

Kritische Punkte

Nicht jeder Hyperlink ist gleich wertvoll. In der Vergangenheit haben manche Websitebetreiber versucht, künstlich viele Links aufzubauen, um Suchmaschinen zu täuschen – etwa über sogenannte Linkfarmen oder gekaufte Links ohne inhaltlichen Bezug. Google reagierte 2005 mit der Einführung des nofollow-Attributs, um solchen Linkspam einzudämmen. Seit März 2020 behandelt Google nofollow allerdings nur mehr als Hinweis (Hint) und nicht mehr als strikte Anweisung: Ein als nofollow markierter Link kann trotzdem gecrawlt und für die Bewertung herangezogen werden, wenn Google das für sinnvoll hält.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Hyperlink und einer URL?

Die URL ist die Adresse eines Dokuments im Web, der Hyperlink ist das klickbare Element, das auf diese Adresse verweist. Ein Hyperlink enthält also immer eine URL, aber nicht jede URL wird als Hyperlink dargestellt.

Wer hat den Hyperlink erfunden?

Den Begriff Hypertext prägte Ted Nelson 1965. Umgesetzt in Form des klickbaren Hyperlinks, wie wir ihn heute kennen, wurde die Idee ab 1989 von Tim Berners-Lee im Rahmen des World Wide Web am CERN.

Wie erstellt man einen Hyperlink in HTML?

Mit dem <a>-Element und dem href-Attribut, zum Beispiel: <a href=“https://beispiel-seite.at“>Linktext</a>. Der Text zwischen den Tags ist der sichtbare Ankertext.