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Keyword

cropped klaus kirnbauer

Keyword ist das englische Wort für Suchbegriff oder Schlüsselwort — also der Begriff oder die Phrase, die du in eine Suchmaschine wie Google eingibst, wenn du etwas suchst. Im Online-Marketing und in der Suchmaschinenoptimierung bezeichnet ein Keyword gleichzeitig den Begriff, auf den eine Webseite optimiert wird, damit sie in den Suchergebnissen auftaucht.

Was genau ist ein Keyword?

Jede Eingabe in ein Suchfeld gilt als Keyword — egal ob es ein einzelnes Wort wie „Schuhe“ ist oder ein langer Satz wie „welche Laufschuhe sind gut für Einsteiger“. Das Keyword ist der Berührungspunkt zwischen dem, was jemand sucht, und dem, was eine Webseite anbietet. Für eine Webseite bedeutet das: Je besser ihr Inhalt zu einem bestimmten Keyword passt, desto größer ist die Chance, in den Suchergebnissen weit oben zu erscheinen.

Im deutschen Sprachraum findest du auch die Bezeichnungen Suchbegriff, Schlüsselwort, Suchterm oder Stichwort. Im professionellen Umfeld hat sich aber der englische Begriff Keyword durchgesetzt.

Short-Tail und Long-Tail — die zwei Grundtypen

Keywords lassen sich grob nach ihrer Länge einteilen. Ein Short-Tail-Keyword besteht aus einem oder zwei Wörtern, zum Beispiel „Laufschuhe“. Es hat meist ein hohes Suchvolumen — also viele Suchanfragen pro Monat —, aber auch sehr viel Wettbewerb. Für eine neue oder kleine Webseite ist es schwer, dafür zu ranken, also eine gute Platzierung zu erreichen.

Ein Long-Tail-Keyword ist länger und spezifischer, zum Beispiel „Laufschuhe für Frauen mit Überpronation“. Es wird weniger oft gesucht, aber von Personen, die genau wissen, was sie wollen. Die Konversionsrate — also wie viele Besucher tatsächlich eine Handlung ausführen, etwa einen Kauf — ist bei Long-Tail-Keywords oft deutlich höher.

Suchintention: Was steckt hinter dem Keyword?

Nicht jedes Keyword bedeutet dasselbe. Hinter einer Suchanfrage steckt immer eine Suchintention — also ein Ziel, das der Suchende verfolgt. In der SEO unterscheidet man vier grundlegende Intentionen. Informational Keywords wie „wie funktioniert ein Elektromotor“ zeigen, dass jemand etwas lernen will. Navigational Keywords wie „YouTube Login“ nutzt du, wenn du direkt zu einer bestimmten Seite navigieren willst. Transactional Keywords wie „iPhone 16 kaufen“ signalisieren klare Kaufabsicht. Commercial Keywords wie „iPhone 16 vs. Samsung Galaxy Test“ stehen für jemanden, der noch vergleicht und kurz vor einer Entscheidung steht.

Warum ist das wichtig? Weil du nur dann bei Google ganz oben erscheinst, wenn dein Inhalt zur Suchintention passt. Eine Produktseite wird für ein informational Keyword nicht ranken, egal wie gut sie technisch optimiert ist.

Die Geschichte: Von Keyword-Stuffing zu semantischer Suche

In den Anfangsjahren des Internets in den 1990ern war die Logik der Suchmaschinen einfach: Je häufiger ein Keyword auf einer Seite vorkommt, desto relevanter ist sie für diesen Begriff. Das führte zu Keyword-Stuffing — also dem übermäßigen Einbauen von Suchbegriffen in Texte, oft auf Kosten der Lesbarkeit. Diese Technik gilt heute als Black-Hat-SEO und führt zu Abstrafungen durch Google.

Der entscheidende Wendepunkt kam im August 2013 mit dem Google-Hummingbird-Update. Google baute seinen Suchalgorithmus grundlegend um. Statt einzelne Wörter in einer Suchanfrage zu analysieren, verstand Google nun den Sinn eines ganzen Satzes. Die Suchmaschine begann, die Absicht hinter einer Anfrage zu erkennen, nicht nur die Wörter selbst. Googles damaliger Suchleiter Amit Singhal bezeichnete Hummingbird als die bedeutendste Änderung seit dem Jahr 2001.

Zwei Jahre später, im Oktober 2015, folgte RankBrain — Googles erstes maschinelles Lernsystem im Ranking-Kern. Es wurde zunächst für etwa 15 Prozent aller Suchanfragen eingesetzt und wurde laut Google zum drittwichtigsten Ranking-Signal. RankBrain konnte Suchanfragen interpretieren, die Google noch nie zuvor gesehen hatte, und lernte selbstständig dazu.

2019 folgte BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers), das die Bedeutung von Wörtern im Kontext verstand — also auch, wie Wörter durch benachbarte Begriffe in ihrer Bedeutung beeinflusst werden.

Wo platzierst du ein Keyword?

In der klassischen On-Page-Optimierung gibt es bestimmte Stellen, an denen ein Keyword auf einer Seite vorkommen sollte. Das Haupt-Keyword gehört in den Seitentitel (Title-Tag), in die erste H1-Überschrift, in die Meta-Description, in die URL und in den Fließtext — idealerweise im ersten Absatz. Zusätzlich können Neben-Keywords und thematisch verwandte Begriffe in Zwischenüberschriften und im restlichen Text eingebaut werden.

Wichtig: Das bloße Vorkommen eines Keywords reicht heute nicht mehr aus. Google bewertet, ob der gesamte Inhalt die Suchabsicht hinter dem Keyword wirklich erfüllt.

Keyword-Recherche: Den richtigen Begriff finden

Bevor du eine Seite optimierst, steht die Keyword-Recherche. Dabei findest du heraus, welche Begriffe deine Zielgruppe tatsächlich sucht und wie oft — das Suchvolumen. Ebenso wichtig ist die Keyword Difficulty (Keyword-Schwierigkeit): ein Maß dafür, wie hart der Wettbewerb für einen bestimmten Begriff ist. Weit verbreitete Tools dafür sind der Google Keyword Planner, Ahrefs, SEMrush und SISTRIX. Das Ziel ist nicht, das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen zu finden, sondern jenes, das zur eigenen Seite passt und bei dem man realistisch eine gute Platzierung erreichen kann.

Keywords heute: KI verändert das Spiel

Mit dem Aufkommen von KI-gestützter Suche wie Googles AI Overviews, die seit 2024 ausgerollt werden, verändert sich die Rolle des klassischen Keywords erneut. Suchanfragen werden immer länger und gesprächsähnlicher. Google beantwortet manche Suchanfragen direkt auf der Ergebnisseite, ohne dass ein Klick auf eine Webseite notwendig ist. Das bedeutet für SEO: Themenautorität, verlässliche Quellen und tiefgehende Inhalte gewinnen an Bedeutung gegenüber der reinen Keyword-Optimierung.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Keyword und einem Tag?

Ein Keyword ist ein Begriff, der auch tatsächlich im Text einer Seite vorkommt und auf den der Inhalt optimiert ist. Ein Tag ist ein Schlagwort, das Inhalte kategorisiert — es muss nicht im Text selbst vorkommen. Ein Artikel über Hunde kann das Tag „Säugetiere“ tragen, ohne dass das Wort im Text steht.

Was ist ein Fokus-Keyword?

Das Fokus-Keyword ist der eine Hauptbegriff, auf den eine einzelne Seite primär optimiert wird. Es steht im Titel, in der H1-Überschrift, in der Meta-Description und in der URL. Jede Seite sollte idealerweise ein eigenes Fokus-Keyword haben, um zu vermeiden, dass zwei Seiten derselben Website gegeneinander konkurrieren — das nennt sich Keyword-Kannibalismus.

Wie viele Keywords braucht eine Seite?

Eine Seite sollte auf ein Hauptkeyword ausgerichtet sein, kann aber weitere thematisch verwandte Begriffe — sogenannte Neben-Keywords oder semantische Keywords — einbinden. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern ob der Inhalt die Suchabsicht hinter dem Hauptkeyword vollständig erfüllt.