Zum Hauptinhalt springen
Aufträge generieren Messbare Ergebnisse Nachhaltiger Erfolg

Landingpage

cropped klaus kirnbauer

Eine Landingpage (auch: Landing Page, Zielseite oder Landeseite) ist eine einzelne Webseite, auf der du nach einem Klick auf eine Werbeanzeige, ein Suchergebnis oder einen Link in einer E-Mail ankommst. Anders als eine normale Website verfolgt sie genau ein Ziel: dich zu einer bestimmten Handlung zu bewegen — etwa ein Formular ausfüllen, ein Produkt kaufen oder dich für einen Newsletter anmelden.

Woher kommt der Begriff?

Das Konzept der Landingpage entstand laut der englischen Wikipedia-Quelle Ende 2003 in den IT-Abteilungen von Microsoft. Der Hintergrund: Die Online-Verkäufe von Microsoft Office liefen schlecht, und man suchte nach einem Weg, Besucher gezielter zur Kaufentscheidung zu führen. Die Idee, eine separate, ablenkungsfreie Seite für genau diesen Zweck zu bauen, war damals neu.

Davor gab es keine eigenen Werkzeuge dafür — das Erstellen einer Landingpage war aufwendig und erforderte technisches Know-how. Das änderte sich 2009, als Startups wie Unbounce entstanden, die das Bauen von Landingpages für Nicht-Entwickler zugänglich machten. Heute listet das Software-Verzeichnis G2 über 200 verschiedene Tools allein für diesen Zweck.

Wie funktioniert eine Landingpage?

Das Prinzip ist einfach: Jemand klickt auf eine Anzeige — etwa eine Google-Anzeige für „Fenster kaufen Wien“ — und landet auf einer Seite, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Kein Menü, das ablenkt. Keine Links zu anderen Bereichen der Website. Nur das Angebot, relevante Informationen dazu und ein deutlicher Call-to-Action (CTA) — also eine Schaltfläche oder ein Formular, das zur Handlung auffordert.

Das unterscheidet eine Landingpage grundlegend von einer normalen Unterseite. Eine gewöhnliche Produktseite im Shop zeigt vielleicht zwanzig verwandte Artikel, ein Navigationsmenü mit zehn Punkten und einen Link zur Kontaktseite. Eine Landingpage zeigt genau ein Angebot, auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten, ohne Ablenkung.

Aus technischer Sicht ist eine Landingpage oft nicht über die Navigation der Website erreichbar. Du findest sie nur, wenn du den direkten Link kennst — etwa weil du auf eine Anzeige geklickt hast.

Welche Arten von Landingpages gibt es?

Je nach Ziel unterscheidet man grob zwei Typen. Lead-Generation-Landingpages sammeln Kontaktdaten. Du bekommst etwas im Tausch — ein kostenloses E-Book, eine Checkliste, eine Beratung — und gibst dafür deinen Namen und deine E-Mail-Adresse in ein Formular ein. Diese Seiten sind besonders im B2B-Bereich verbreitet.

Click-Through-Landingpages haben ein anderes Ziel: Sie wärmen dich auf und leiten dich dann weiter — direkt in den Warenkorb, zum Buchungskalender oder zur Anmeldeseite. Sie erklären ein Angebot ausführlich und bauen Vertrauen auf, bevor sie dich einen Schritt weiterschicken.

Daneben gibt es spezialisierte Varianten: Event-Landingpages für Veranstaltungsanmeldungen, Landingpages für App-Downloads oder sogenannte Splash Pages, die als kurze Zwischenseite vor dem eigentlichen Inhalt erscheinen.

Landingpages und SEO

Im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat der Begriff eine erweiterte Bedeutung. Aus SEO-Sicht ist potenziell jede Seite einer Website eine Landingpage — nämlich dann, wenn jemand über ein organisches Suchergebnis auf sie gelangt. Deshalb spricht man im SEO-Kontext auch von „organischen Landingpages“, gemeint sind die Seiten, auf denen der Großteil des Suchmaschinen-Traffics ankommt.

Der Unterschied zur Marketing-Landingpage liegt darin, dass organische SEO-Seiten meist mit Navigation ausgestattet sind und mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen — Information, interne Verlinkung, Verweildauer. Marketing-Landingpages dagegen verzichten bewusst auf alles, was den Besucher ablenken könnte.

Für Werbekampagnen wie Google Ads ist die Qualität der Landingpage ein direkter Rankingfaktor. Google bewertet im sogenannten Qualitätsfaktor unter anderem, ob der Inhalt der Seite zur geschalteten Anzeige passt. Eine irrelevante oder schlecht aufgebaute Landingpage erhöht die Klickkosten.

Was beeinflusst die Conversion?

Conversion bedeutet in diesem Zusammenhang: Ein Besucher führt die gewünschte Handlung aus. Die Conversion Rate gibt an, wie viel Prozent der Besucher das tun. Laut dem Conversion Benchmark Report von Unbounce aus dem Quartal 4/2024, der auf 41.000 Landingpages mit 464 Millionen Besuchen basiert, liegt die mittlere Conversion Rate branchenübergreifend bei 6,6 Prozent. Je nach Branche variiert dieser Wert stark: Das Event- und Unterhaltungsbereich erreicht einen Medianwert von 12,3 Prozent, während SaaS-Anbieter (Software as a Service, also cloudbasierte Software) nur auf 3,8 Prozent kommen.

Ein interessanter Befund aus derselben Studie: Obwohl 82,9 Prozent aller Besuche auf Landingpages von Mobilgeräten kommen, konvertiert die Desktop-Version noch immer rund 8 Prozent besser. Das liegt unter anderem daran, dass das Ausfüllen von Formularen auf kleinen Bildschirmen umständlicher ist. Eine gut optimierte Landingpage muss daher auf beiden Geräten funktionieren.

Auch der Verkehrskanal spielt eine Rolle. E-Mail-Traffic konvertiert mit einem Medianwert von 19,3 Prozent am stärksten — deutlich besser als bezahlte Google-Suche mit 11,3 Prozent. Der Grund: Wer einem E-Mail-Newsletter schon abonniert hat, kennt das Unternehmen bereits und vertraut ihm eher.

Sprachliche Komplexität wirkt sich ebenfalls messbar aus. Laut der Unbounce-Analyse konvertieren Texte, die auf dem Niveau einer 5. bis 7. Schulstufe geschrieben sind, mit rund 11 Prozent — deutlich besser als Seiten mit komplexer, akademischer Sprache.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer normalen Website?

Eine Landingpage verfolgt genau ein Ziel und ist bewusst schlank gehalten: kein Navigationsmenü, keine ablenkenden Links, nur ein einziger Call-to-Action. Eine normale Website bietet dagegen einen Gesamtüberblick über ein Unternehmen mit vielen Unterseiten und verschiedenen Zielen gleichzeitig.

Brauche ich für eine Landingpage eine separate Domain?

Nein. Eine Landingpage kann als Unterseite deiner bestehenden Website eingerichtet werden, zum Beispiel unter beispiel-seite.at/angebot. Sie muss nur nicht über das Navigationsmenü erreichbar sein. Manche Unternehmen verwenden dennoch eigene Domains für bestimmte Kampagnen, das ist aber keine Voraussetzung.

Wie hoch sollte die Conversion Rate einer Landingpage sein?

Als grobe Orientierung gilt: Der branchenübergreifende Medianwert liegt laut einer Unbounce-Analyse aus 2024 bei 6,6 Prozent. Werte über 10 Prozent gelten als gut, Top-Seiten erreichen in manchen Branchen 20 Prozent und mehr. Der sinnvolle Vergleichswert ist immer der Durchschnitt in deiner eigenen Branche.