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Monnett

cropped klaus kirnbauer

Monnett ist eine europäische Social-Media-Plattform, die du selbst steuern kannst — ohne verdeckte Algorithmen, ohne Profilbildung für Werbezwecke. Die Plattform positioniert sich als datenschutzkonforme Alternative zu Meta, TikTok und anderen großen US-amerikanischen Netzwerken. Sie wurde in Luxemburg gegründet und richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die ihre sozialen Verbindungen im Netz selbst gestalten wollen.

Wer steckt hinter Monnett?

Monnett wurde von Christos Floros entwickelt, einem in Luxemburg ansässigen Unternehmer. Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass europäische Debatten und persönliche Beziehungen über Plattformen laufen, deren Algorithmen außerhalb Europas entwickelt wurden — mit Zielen, die nicht immer im Interesse der Nutzenden liegen.

Das Unternehmen hinter der Plattform heißt Monnet Social S.A. und hat seinen Sitz in Luxemburg, einem EU-Gründungsmitglied. Die digitale Infrastruktur läuft auf Servern in Deutschland. Der Name leitet sich laut eigener Aussage von „Mon Network Social“ (Mein soziales Netzwerk) ab — das zweite „t“ steht für „transparent“ (englisch für Transparenz).

Entstehung und Finanzierung

Das Projekt wurde im März 2025 angekündigt. Noch vor dem offiziellen Launch hatten sich 36.000 Personen auf der Warteliste eingetragen. Kurz darauf sicherte sich das Unternehmen eine Pre-Seed-Finanzierung von 655.000 Euro von europäischen Angel-Investoren, darunter leitende Mitarbeiter von Microsoft.

Die Alpha-Version der App erschien im Herbst 2025. Bereits in den ersten zwei Wochen nach dem öffentlichen Start nutzten mehr als 10.000 Personen die Plattform. Monnett wurde im November 2025 als Finalist beim Web Summit in Lissabon in der Pitch-Competition ausgewählt — aus Tausenden teilnehmenden Start-ups. Gleichzeitig wurde es für den Inkubator der Stadt Luxemburg aufgenommen und beim Jungunternehmer-Wettbewerb in Luxemburg als Finalist geführt.

Der offizielle Beta-Start war für April 2026 angekündigt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Eintrags folgen der Plattform auf Instagram mehr als 31.000 Accounts.

Wie funktioniert Monnett?

Der zentrale Unterschied zu bestehenden Netzwerken liegt in der Feedkontrolle. Über einfache Schieberegler kannst du bestimmen, wie viel Einfluss der Algorithmus auf deinen Feed hat — oder du schaltest ihn vollständig ab. Du entscheidest, ob du hauptsächlich Beiträge von Freundinnen und Freunden siehst, Inhalte von Accounts, denen du folgst, oder auch Empfehlungen von Personen, die du noch nicht kennst.

Monnett erhebt nach eigenen Angaben keine erweiterten Verhaltensdaten für Werbezwecke und gibt Nutzerdaten nicht weiter. Private Nachrichten werden nicht für Werbung ausgewertet. Die Plattform verzichtet außerdem vollständig auf KI-generierte Inhalte im Feed — ein Ansatz, den die Betreiber unter dem Begriff „AI slop“ (englisch für minderwertigen KI-Content) zusammenfassen und aktiv ablehnen. Shadowbans — also das stille Unterdrücken von Beiträgen ohne Wissen der Verfassenden — gibt es auf Monnett laut Plattformbeschreibung nicht.

Das Finanzierungsmodell setzt auf Abonnements statt auf Werbung. Es gibt eine kostenlose Grundversion sowie einen bezahlten Tarif namens „Freedom“, der ab 2,99 Euro pro Monat zusätzliche Funktionen freischaltet. Das Mindestalter für die Nutzung beträgt 16 Jahre. Die App ist sowohl im App Store (iOS) als auch im Google Play Store (Android) verfügbar.

Monnett im Kontext europäischer Digitalsouveränität

Der Aufstieg von Monnett fällt in eine Phase, in der die Debatte über digitale Souveränität in Europa an Fahrt gewinnt. Viele Menschen suchen nach sozialen Netzwerken, die europäischen Datenschutzstandards — insbesondere der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) — entsprechen und nicht unter US-amerikanischem Recht operieren.

Einen besonderen Schub erhielt die Plattform Anfang 2026, als in den USA vorübergehend ein Verbot von TikTok diskutiert wurde. In diesem Klima stieg das Interesse an europäischen Alternativen sprunghaft an, und Monnett wurde in internationalen Medien als eine mögliche Option genannt.

Monnett ist nicht das erste europäische Projekt, das in diesem Bereich antritt — ähnliche Ansätze gab es etwa mit dem dezentralisierten Netzwerk Mastodon (2016 in Deutschland gegründet) oder der deutschen Plattform Xing. Was Monnett von früheren Versuchen unterscheiden will: eine bewusst einfache Benutzeroberfläche, die keine technischen Vorkenntnisse erfordert, und eine klare Anti-Algorithmus-Positionierung als Kern des Produkts, nicht als Zusatzfunktion.

Häufige Fragen

Was bedeutet der Name Monnett?

Der Name leitet sich laut eigener Aussage des Unternehmens von „Mon Network Social“ (Mein soziales Netzwerk) oder „Mon Net Social“ ab. Das zweite „t“ steht für das englische Wort „transparent“ — als Hinweis darauf, dass Nutzende die Kontrolle über ihren Algorithmus behalten und die Plattform offen kommuniziert, wie sie funktioniert.

Ist Monnett kostenlos?

Monnett bietet eine kostenlose Grundversion an. Darüber hinaus gibt es den kostenpflichtigen Tarif „Freedom“, der ab 2,99 Euro pro Monat mehr Vernetzungsmöglichkeiten und zusätzliche Funktionen freischaltet. Das Modell setzt bewusst auf Abonnements statt auf Werbeeinnahmen, um Nutzerprofilierung zu vermeiden.

Wie unterscheidet sich Monnett von Instagram oder TikTok?

Auf Monnett bestimmst du selbst, was du in deinem Feed siehst — per Schieberegler kannst du den Einfluss des Algorithmus regulieren oder komplett deaktivieren. Die Plattform sammelt keine Verhaltensdaten für Werbung, erlaubt keine KI-generierten Inhalte im Feed und wendet nach eigenen Angaben keine Shadowbans an. Instagram und TikTok hingegen setzen auf automatisierte Empfehlungssysteme, die darauf ausgelegt sind, die Verweildauer zu maximieren.