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Aufträge generieren Messbare Ergebnisse Nachhaltiger Erfolg

Naoo

cropped klaus kirnbauer

naoo ist eine Schweizer Social-Media-App, die Nutzer für ihre Aktivitäten auf der Plattform mit Punkten belohnt — und diese Punkte lassen sich gegen echtes Geld eintauschen. Das Ziel von naoo ist es, das klassische Social-Media-Modell umzudrehen: Statt dass ausschließlich die Plattform von den Inhalten der Nutzer profitiert, sollen auch die Nutzer selbst am Erfolg beteiligt werden.

Wie funktioniert naoo?

naoo funktioniert im Kern wie andere Social-Media-Plattformen: Du erstellst ein Profil, folgst anderen Nutzern, postest Fotos und Videos, likest und kommentierst Inhalte. Was naoo von Instagram, TikTok oder Facebook unterscheidet, ist das integrierte Punktesystem. Für nahezu jede Aktivität auf der Plattform sammelst du sogenannte naoo-Punkte: für eigene Beiträge, Likes, das Einladen von Freunden, die Teilnahme an Umfragen und Käufe bei Partnerunternehmen.

Diese Punkte sind kein rein virtuelles Spielgeld. 2.000 naoo-Punkte entsprechen aktuell 100 Schweizer Franken — auszahlbar über den Schweizer Bezahldienst Twint oder einlösbar als Gutschein. Ob du als Influencer mit großer Reichweite aktiv bist oder als normaler Nutzer einfach regelmäßig postest und kommentierst: Bei naoo werden beide Gruppen belohnt, nicht nur diejenigen mit vielen Followern.

Ein weiteres Merkmal ist die Verknüpfung von digitaler und physischer Welt. Lokale Unternehmen — vom Einzelhändler bis zum Freizeitpark — können auf naoo eigene Profile anlegen und Angebote für Nutzer schalten. Wer das Angebot einlöst oder das Geschäft besucht, bekommt dafür wiederum naoo-Punkte. Das soll als Brücke zwischen Social Media und stationärem Handel funktionieren.

In regelmäßigen Abständen tauchen im Feed einfache Umfragen auf, zum Beispiel Fragen nach Urlaubszielen, Lieblingsessen oder bevorzugten Marken. Für die Beantwortung gibt es Punkte. Die gesammelten Daten werden laut naoo nicht weiterverkauft, sondern in einem europäischen AWS-Rechenzentrum gespeichert und intern genutzt, um Werbekunden eine zielgenauere Ansprache zu ermöglichen.

Geschichte und Entstehung

Die Idee zu naoo entstand im Jahr 2018, als Dr. Thomas Wolfensberger — zu diesem Zeitpunkt noch CEO des Schweizer Immobilienkonzerns Peach Property — ein Entwicklerteam zusammenstellte. Wolfensberger hatte zuvor an der Universität Zürich zu virtuellen Gemeinschaften geforscht und bereits 2002 das Buch Virtual Communities im Gabler Verlag veröffentlicht. Den Ausgangspunkt für naoo bildete die Beobachtung, dass klassische Plattformen Nutzer kaum aktiv belohnen, obwohl diese mit ihren Inhalten und Daten den Großteil des Plattformwertes generieren.

Die ursprüngliche Idee war enger gefasst: eine Community-App für Mieter und das lokale Gewerbe. Die COVID-19-Pandemie veränderte diese Richtung. Als Geschäfte geschlossen blieben, entschloss sich Wolfensberger, naoo unabhängiger vom stationären Handel zu machen und stärker auf die Social Experience zu setzen. Im November 2021 ging die überarbeitete Version der Plattform live.

Entwickelt wurde die App an mehreren Standorten gleichzeitig: in Zürich, Estland, Pakistan, Tel Aviv und Dubai. 2023 gab Wolfensberger seinen Posten als CEO von Peach Property auf, um sich vollständig auf naoo zu konzentrieren.

Anfang 2024 knackte die App die Marke von 50.000 Downloads — damals ausschließlich in der Schweiz. Bis Mitte 2024 wuchs die Nutzerzahl auf rund 75.000. Im Jänner 2025 erhielt naoo eine Finanzierung von 25 Millionen Euro und wurde an der Börse Düsseldorf gelistet. Der Break-even ist für das Jahr 2026 geplant.

Bedeutung für Online Marketing

Für Unternehmen ist naoo vor allem als Werbekanal im DACH-Raum interessant — sobald die Expansion über die Schweiz hinaus abgeschlossen ist. Die Plattform bietet sogenannte Native Ads, Gewinnspiele, Umfragen und Gamification-Elemente. Erste Kampagnen zeigen laut Unternehmensangaben vergleichsweise hohe Klickraten: Europa-Park erzielte in einer Kampagne eine Klickrate von 4,8 Prozent.

Der Ansatz, Nutzer durch ein Punktesystem länger auf der Plattform zu halten (Stickiness), ist aus Marketing-Sicht relevant, weil er das Nutzerengagement strukturell erhöht. Gleichzeitig sammelt naoo über Umfragen qualitative Daten zu Interessen und Konsumverhalten — Informationen, die in klassischen Social-Media-Umgebungen schwerer zu erheben sind.

Für die SEO sind naoo-Profile aktuell kaum direkt relevant, da die Plattform noch zu jung und zu klein ist, um nennenswerte Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erzeugen. Das kann sich mit einer erfolgreichen Expansion in den DACH-Raum ändern. Wer früh auf einer wachsenden Plattform aktiv ist, kann sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz sichern — ähnlich wie Marken, die früh auf TikTok oder Pinterest gesetzt haben.

Häufige Fragen

Was bedeutet der Name naoo?

Der Name naoo ist laut dem Gründer Thomas Wolfensberger eine alternative Schreibweise für das englische Wort „now“ — also „jetzt“. Er steht für den Anspruch, im Moment zu leben und Inhalte direkt zu teilen.

Kann ich mit naoo wirklich Geld verdienen?

Ja, grundsätzlich schon. Nutzer sammeln naoo-Punkte für Aktivitäten auf der Plattform, die sich gegen Bargeld oder Gutscheine eintauschen lassen. Wie viel du tatsächlich verdienst, hängt davon ab, wie aktiv du bist und wie viel die Plattform an Werbung und Partnerunternehmen einnimmt — daran werden die Punkte anteilig berechnet.

Ist naoo auch in Österreich verfügbar?

Stand Anfang 2025 ist naoo primär in der Schweiz aktiv. Der Rollout für Deutschland ist für 2025 geplant. Österreich ist als Teil der DACH-Region ebenfalls als Expansionsziel angegeben, jedoch noch ohne konkreten Zeitplan.