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Responsive Search Ads

cropped klaus kirnbauer

Responsive Search Ads (RSA) sind responsive Suchanzeigen, bei denen du mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen hinterlegst. Das Werbesystem kombiniert diese Textbausteine automatisch und versucht, für eine Suchanfrage eine passende Anzeigenvariante auszuspielen. RSA gibt es sowohl bei Google Ads als auch bei Microsoft Advertising, dessen Suchanzeigen unter anderem auf Bing erscheinen.

Wie funktionieren Responsive Search Ads?

Bei einer Responsive Search Ad erstellst du nicht eine einzige fertige Anzeige. Stattdessen lieferst du mehrere Assets, also einzelne Textbausteine. Das Werbesystem kann daraus unterschiedliche Anzeigen zusammensetzen und deren Leistung vergleichen.

Bei Google Ads sind pro RSA zwischen drei und 15 Anzeigentitel sowie zwischen zwei und vier Textzeilen möglich. Microsoft Advertising verwendet praktisch denselben Aufbau mit drei bis 15 Überschriften und zwei bis vier Beschreibungen. Ausgeliefert werden je nach Platzierung und Gerät nur ausgewählte Kombinationen dieser Inhalte.

Dadurch kann zum Beispiel bei einer Suche nach „Tischler Wien“ eine andere Kombination erscheinen als bei „Maßmöbel Wien“, obwohl beide Anzeigen aus denselben hinterlegten Bausteinen bestehen. Welche Variante tatsächlich erscheint, entscheidet das jeweilige Anzeigensystem anhand verschiedener Signale und bisheriger Leistungsdaten.

Responsive Search Ads bei Google Ads

Google stellte Responsive Search Ads im Juli 2018 vor. Sie sollten Werbetreibenden ermöglichen, mehr unterschiedliche Botschaften in einer einzigen Suchanzeige zu hinterlegen und die Kombination der Texte stärker zu automatisieren.

Heute kannst du bei Google bis zu 15 Anzeigentitel mit jeweils maximal 30 Zeichen und bis zu vier Textzeilen mit jeweils maximal 90 Zeichen eingeben. Zusätzlich gibt es Pfadfelder für die angezeigte URL. Google testet verschiedene Kombinationen und versucht herauszufinden, welche davon zu bestimmten Suchanfragen besonders gut passen.

Seit dem 30. Juni 2022 lassen sich Expanded Text Ads, also erweiterte Textanzeigen, in Google Ads nicht mehr neu erstellen oder bearbeiten. Bereits bestehende Anzeigen dieses Typs können weiterhin ausgeliefert werden. Responsive Search Ads wurden damit zum zentralen Textanzeigenformat für klassische Suchkampagnen.

Responsive Search Ads bei Microsoft Advertising und Bing

Auch Microsoft Advertising verwendet Responsive Search Ads. Die Plattform hieß früher Bing Ads; seit 2019 trägt sie den Namen Microsoft Advertising. Bing ist weiterhin ein wichtiger Ort für die Ausspielung der Suchanzeigen, zusätzlich umfasst das Microsoft-Suchnetzwerk weitere Suchmaschinen und Partner.

Der Aufbau ähnelt Google Ads stark. Du kannst ebenfalls bis zu 15 Überschriften und vier Beschreibungen hinterlegen. Microsoft kombiniert diese Inhalte und wählt für eine Suchanfrage die Variante aus, die voraussichtlich am besten passt. Die Anzeigen können unter anderem auf Bing sowie im Suchnetzwerk von Microsoft und bei Partnern erscheinen.

Seit dem 1. Februar 2023 sind Responsive Search Ads bei Microsoft Advertising außerdem der einzige Suchanzeigentyp, der in Standard-Suchkampagnen neu erstellt oder bearbeitet werden kann. Bereits vorhandene Expanded Text Ads dürfen weiterhin ausgeliefert werden.

Was bedeutet Pinning?

Mit Pinning kannst du bestimmte Anzeigentitel oder Beschreibungen an eine feste Position binden. Das ist hilfreich, wenn beispielsweise dein Markenname oder eine wichtige Aussage immer an einer bestimmten Stelle erscheinen soll.

Du solltest Pinning gezielt einsetzen. Je mehr Inhalte du festlegst, desto weniger unterschiedliche Kombinationen kann das System erstellen und testen. Gleichzeitig kann Pinning notwendig sein, wenn bestimmte Aussagen immer gemeinsam oder in einer bestimmten Reihenfolge erscheinen müssen.

Welche Vorteile und Grenzen haben RSA?

Der wichtigste Vorteil liegt in der großen Zahl möglicher Varianten. Du musst nicht für jede Botschaft eine eigene Anzeige erstellen. Stattdessen kann das System unterschiedliche Kombinationen testen und an verschiedene Suchanfragen anpassen.

Dafür gibst du einen Teil der Kontrolle über den fertigen Anzeigentext ab. Deshalb sollten einzelne Anzeigentitel und Beschreibungen sowohl für sich allein als auch in verschiedenen Kombinationen verständlich sein. Sehr ähnliche Formulierungen bringen wenig zusätzliche Vielfalt.

Bei Google gibt dir die Anzeigeneffektivität Hinweise darauf, wie vielfältig und relevant deine Assets sind. Dieser Wert ist jedoch kein Bestandteil des Anzeigenrangs oder des Qualitätsfaktors, sondern dient als Feedback für die Gestaltung deiner RSA.

Welche Bedeutung haben Responsive Search Ads für SEA und SEO?

Responsive Search Ads gehören zum SEA, also zur bezahlten Suchmaschinenwerbung. Sie haben keinen direkten Einfluss auf die unbezahlten Rankings bei Google oder Bing und sind daher kein SEO-Rankingfaktor.

Trotzdem können sich SEA und SEO ergänzen. Leistungsdaten aus Suchkampagnen können dir beispielsweise zeigen, welche Botschaften, Angebote oder Suchbegriffe häufig zu Klicks führen. Solche Erkenntnisse können auch bei der Planung von Landingpages und organischen Inhalten hilfreich sein.

Häufige Fragen

Was sind Responsive Search Ads?

Responsive Search Ads sind Suchanzeigen, bei denen mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen automatisch miteinander kombiniert werden. Sie werden unter anderem von Google Ads und Microsoft Advertising für Suchkampagnen eingesetzt.

Gibt es Responsive Search Ads auch bei Bing?

Ja. Microsoft Advertising bietet Responsive Search Ads für Suchanzeigen an, die unter anderem auf Bing und innerhalb des Microsoft-Suchnetzwerks erscheinen können.

Wie viele Anzeigentitel kann eine Responsive Search Ad enthalten?

Bei Google Ads und Microsoft Advertising kannst du bis zu 15 Anzeigentitel beziehungsweise Überschriften hinterlegen. Zusätzlich sind bis zu vier Textzeilen oder Beschreibungen möglich.