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Server-Side Rendering (SSR)

cropped klaus kirnbauer

Server Side Rendering, kurz SSR, bezeichnet eine Rendering-Methode, bei der ein Server den HTML-Inhalt einer Seite erzeugt, bevor er an den Browser geschickt wird. Der Browser erhält dadurch bereits eine weitgehend fertige Dokumentstruktur.

Wie funktioniert Server-Side Rendering?

Bei einer klassischen serverseitig gerenderten Website fordert dein Browser eine URL an. Der Server verarbeitet die Anfrage, lädt gegebenenfalls Daten aus einer Datenbank oder API und erzeugt daraus HTML. Dieses HTML wird anschließend an den Browser übertragen und kann dort dargestellt werden.

Das unterscheidet SSR vom Client-Side Rendering. Dabei enthält die erste Serverantwort häufig nur eine Grundstruktur und JavaScript. Der Browser führt dieses JavaScript aus, lädt Daten nach und baut daraus den sichtbaren Inhalt.

Moderne Webanwendungen kombinieren beide Ansätze. Der Server liefert zuerst HTML, während JavaScript anschließend die bereits dargestellte Seite interaktiv macht. Dieser Schritt wird häufig Hydration genannt.

Welche Vorteile hat SSR?

Ein Vorteil besteht darin, dass wichtige Inhalte bereits in der HTML-Antwort vorhanden sein können. Nutzerinnen und Nutzer müssen dadurch nicht immer warten, bis umfangreiches JavaScript geladen und ausgeführt wurde.

Das kann besonders bei informationsorientierten Websites, Onlineshops und Seiten mit vielen öffentlich auffindbaren Inhalten sinnvoll sein. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt jedoch vom jeweiligen System ab. Wenn der Server für jede Anfrage komplexe Berechnungen oder langsame Datenbankabfragen durchführen muss, kann SSR die Time to First Byte erhöhen.

Frameworks wie Next.js bieten deshalb unterschiedliche Verfahren an. Inhalte können für jede Anfrage serverseitig berechnet oder bereits vorab statisch erzeugt werden. Bei einer Berechnung pro Anfrage benötigt der Server zusätzliche Zeit, bevor er antworten kann.

Welche Bedeutung hat SSR für SEO?

Für Suchmaschinen hat Server-Side Rendering den Vorteil, dass wesentliche Inhalte bereits in der ursprünglichen HTML-Antwort stehen können. Google kann zwar JavaScript ausführen, verarbeitet JavaScript-Seiten aber in mehreren Schritten aus Crawling, Rendering und Indexierung.

Google weist darauf hin, dass serverseitiges Rendering oder Prerendering weiterhin sinnvoll sein kann. Nicht jeder Bot führt JavaScript aus, und bereits vorhandenes HTML reduziert die Abhängigkeit von zusätzlicher JavaScript-Verarbeitung.

SSR ist trotzdem keine automatische SEO-Lösung. Fehlerhafte Canonical-Tags, unklare interne Verlinkung oder schwache Inhalte bleiben unabhängig von der Rendering-Methode problematisch.

Wann eignet sich Server Side Rendering?

SSR eignet sich besonders, wenn Seiten dynamische Daten enthalten, gleichzeitig aber bereits beim ersten Aufruf vollständige Inhalte liefern sollen. Bei rein statischen Inhalten kann Static Site Generation effizienter sein, weil Seiten nicht für jede einzelne Anfrage neu berechnet werden müssen.

Für stark interaktive Anwendungen kann wiederum Client-Side Rendering sinnvoll sein. In der Praxis entstehen deshalb häufig hybride Architekturen, bei denen unterschiedliche Bereiche einer Website mit unterschiedlichen Rendering-Strategien ausgeliefert werden.

Häufige Fragen

Was ist Server Side Rendering?

Server Side Rendering erzeugt den HTML-Inhalt einer Seite auf dem Server. Der Browser erhält dadurch bereits eine fertige oder weitgehend fertige Dokumentstruktur.

Ist Server Side Rendering gut für SEO?

SSR kann Suchmaschinen den Zugriff auf wichtige Inhalte erleichtern, weil diese bereits im ausgelieferten HTML vorhanden sind. Gute SEO hängt aber zusätzlich von Inhalt, Technik und interner Verlinkung ab.

Was ist der Unterschied zwischen SSR und Client-Side Rendering?

Bei SSR entsteht das HTML vor der Übertragung auf dem Server. Beim Client-Side Rendering erzeugt oder ergänzt JavaScript im Browser große Teile des sichtbaren Inhalts.