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UTM Parameter verstehen

UTM-Parameter verstehen: So optimieren Sie Ihr Website-Tracking

cropped klaus kirnbauer

Mit UTM-Parametern können Sie den Ursprung des Traffics auf Ihrer Webseite genau nachvollziehen, was sie zu einem wertvollen Instrument für die Analyse von Online-Kampagnen macht. Sie bieten die Möglichkeit, Nutzer gezielt anzusprechen und die Reichweite Ihrer Seite zu erhöhen. In diesem Artikel erfahren Sie, was UTM-Parameter sind und wie Sie diese sowohl für Google-Dienste als auch für externe Quellen effizient nutzen können.

Was ist unter UTM-Parametern zu verstehen?

UTM-Parameter sind kleine Code-Schnipsel, die an eine URL angehängt werden und es ermöglichen, die Quelle und Häufigkeit von Seitenaufrufen zu verfolgen. Sie sind ein praktisches Werkzeug für das kampagnenspezifische Tracking in Google Analytics, aber auch in Matomo. Im Klartext heißt das, dass jeder Klick auf einen Link mit einem UTM-Parameter in Google Analytics erfasst wird. Diese Art des Trackings ist essenziell, um den Erfolg von Online-Marketing-Kampagnen zu überwachen und die Conversion-Rate zu verbessern. Sie können damit nicht nur ermitteln, wie viele Nutzer über bestimmte Links auf Ihre Seite gekommen sind, sondern auch analysieren, ob sie beispielsweise lieber auf Text- oder Bildlinks in einem Newsletter klicken.

Im Allgemeinen erfolgt das Tracking Ihrer Google Ads-Kampagnen automatisch durch Google Analytics. Ist Ihr Google Analytics-Konto mit einem aktiven Google Ads-Konto verbunden und nutzen Sie die automatische Tag-Kennzeichnung, entfällt die Notwendigkeit, die Ziel-URLs in Google Ads manuell zu kennzeichnen. Falls Sie jedoch bezahlte Suchkampagnen in anderen Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo! schalten und diese in Google Analytics erfassen möchten, müssen Sie die Ziel-URLs dieser Kampagnen mit UTM-Parametern versehen.

So generieren Sie Links mit UTM-Parameter

Mit dem Google Analytics Campaign URL Builder können Sie ganz einfach URLs mit UTM-Parametern für Ihre Marketingkampagnen erstellen. Geben Sie einfach die erforderlichen Informationen ein, und die URL wird automatisch generiert. Insgesamt stehen Ihnen fünf UTM-Parameter zur Verfügung, von denen zwei zwingend ausgefüllt werden müssen und drei optional sind. Achten Sie darauf, nur die UTM-Parameter zu verwenden, die für Ihre Kampagne relevant sind, um den Tracking-Code nicht unnötig zu erweitern. Außerdem sollten Sie die Parameter klar und präzise benennen, damit eine spätere Zuordnung zur Kampagne problemlos möglich ist.

Pflichtparameter

Die beiden Parameter Campain Source und Campain Medium sind Pflichtparameter. Erkennen können Sie dies an dem Sternchenhinter der Bezeichnung im Eingabefeld.

Kampangenquelle/Campaign Source

Hiermit bestimmen Sie die Quelle des Traffics, wie etwa eine Webseite, eine Werbeplattform oder eine Publikation. Mögliche Quellen sind beispielsweise Suchmaschinen, soziale Netzwerke wie Twitter oder ein Newsletter.

Kampangenmedium/Campaign Medium

Mit diesem UTM-Parameter bestimmen Sie das Medium für Ihre Werbung oder Marketingmaßnahme. Dazu gehören unter anderem organische Posts in sozialen Netzwerken, E-Mails, Social Ads und Cost-per-Click-Ads.

Optionale Parameter

Die restlichen drei Felder der Eingabemaske sind optionale Parameter. Hier können sie entscheiden, ob Sie sie nutzen möchten.

Kampagnenname/Campaign Name

Tragen Sie den Namen der Kampagne ein, um eine spezifische Werbemaßnahme oder strategische Aktion zu kennzeichnen.

Kampagneninhalt/Campaign Content

Dieser UTM-Parameter ermöglicht es Ihnen, die Effektivität verschiedener Creatives zu messen. Zum Beispiel, wenn Sie einen Newsletter mit zwei unterschiedlichen Call-to-Action-Buttons versenden, können Sie für jeden Button individuelle Werte zuweisen und so feststellen, welcher Button die meisten Klicks erzielt hat.

Kampagnenbegriff/Campaign Term

Verwenden Sie diesen UTM-Parameter nur für bezahlte Suchkampagnen, wenn Sie sich für die manuelle Tag-Kennzeichnung entschieden haben. In diesem Fall wird das Keyword der Anzeige im Parameter hinterlegt.

So erscheinen UTM-Parameter in Google Analytics 4

Unter dem Punkt „Berichte“ -> „Akquisition“ in Google Analytics 4 können Sie die UTM-Daten in den Standardberichten „Bericht zur Nutzergewinnung“ und „Neu generierte Zugriffe“ einsehen. In beiden Berichten haben Sie in der ersten Spalte die Option, die Aufschlüsselung nach Ihren Wünschen anzupassen.

Darüber hinaus können Sie den Bericht durch das Hinzufügen einer zweiten Dimension via Pluszeichen weiter detaillieren. Zusätzlich stehen alle UTM-Daten für tiefergehende, explorative Analysen in Google Analytics 4 zur Verfügung.

6 zusätzliche Tipps zur Nutzung von UTM-Parametern

Tipp 1: Verwenden Sie ein konsistentes Namensschema

Achten Sie darauf, ein einheitliches und strukturiertes Namensschema für Ihre UTM-Parameter zu verwenden. Dies erleichtert das spätere Auswerten und Vergleichen von Kampagnendaten in Google Analytics. Verwenden Sie zum Beispiel Kleinbuchstaben und verzichten Sie auf Sonderzeichen, um Fehler zu vermeiden.

Tipp 2: Planen Sie Ihre UTM-Parameter im Voraus

Um den Überblick zu behalten und spätere Verwirrung zu vermeiden, sollten Sie Ihre UTM-Parameter im Voraus planen und einheitlich benennen. Erstellen Sie beispielsweise eine Excel-Datei, um alle Parameter zu dokumentieren, die Sie in einer bestimmten Kampagne verwenden möchten.

Tipp 4: Testen Sie Ihre UTM-Links vor dem Einsatz

Bevor Sie UTM-Parameter in einer Kampagne einsetzen, stellen Sie sicher, dass die Links korrekt funktionieren und die Daten wie gewünscht in Google Analytics erfasst werden. Testen Sie beispielsweise, ob der Traffic aus verschiedenen Quellen und Medien korrekt zugeordnet wird.

Tipp 5: Vermeiden Sie zu viele Parameter

Vermeiden Sie, unnötige UTM-Parameter zu verwenden. Je mehr Parameter Sie hinzufügen, desto komplizierter wird die Auswertung und desto mehr Daten müssen Sie analysieren. Beschränken Sie sich daher auf die wirklich relevanten Parameter, um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Tipp 6: Achten Sie auf URL-Weiterleitungen

Wenn Sie UTM-Parameter in URLs verwenden, achten Sie darauf, dass diese korrekt weitergeleitet werden. Insbesondere bei URL-Weiterleitungen wie 301-Redirects müssen Sie sicherstellen, dass die UTM-Parameter nicht verloren gehen, da sie für das Tracking entscheidend sind.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum UTM-Parameter

Welche UTM-Parameter gibt es und was bedeuten sie?


Es gibt fünf Haupt-UTM-Parameter:

  • utm_source: Gibt die Quelle des Traffics an, z. B. „Google“, „Facebook“ oder „Newsletter“.
  • utm_medium: Definiert das Medium oder den Kanal, z. B. „CPC“, „E-Mail“ oder „Banner“.
  • utm_campaign: Kennzeichnet den Namen der Kampagne, z. B. „Sommer-Sale“ oder „Neues Produkt“.
  • utm_term: Wird verwendet, um bezahlte Keywords in einer Kampagne zu tracken.
  • utm_content: Wird genutzt, um verschiedene Versionen einer Anzeige oder eines Links zu differenzieren, etwa A/B-Tests.

Wie erstelle ich einen UTM-Link?

Um einen UTM-Link zu erstellen, fügen Sie die gewünschten UTM-Parameter an das Ende einer URL an. Eine Beispiel-URL mit UTM-Parametern könnte so aussehen:
https://www.beispiel-seite.at/?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=sommer-sale&utm_term=schuhe&utm_content=ad1

Warum sind UTM-Parameter wichtig für mein Marketing?

UTM-Parameter bieten präzise Daten darüber, welche Marketingkanäle, Kampagnen und Inhalte am erfolgreichsten sind. Dadurch können Sie Ihre Marketingstrategien optimieren, den ROI Ihrer Kampagnen messen und fundierte Entscheidungen über Budgetverteilungen und Marketingaktivitäten treffen.

Gibt es Risiken oder Nachteile bei der Verwendung von UTM-Parametern?

Ein potenzielles Risiko besteht darin, dass die URLs durch das Hinzufügen von UTM-Parametern länger und unübersichtlicher werden können. Dies könnte sich negativ auf die Benutzererfahrung auswirken, insbesondere in sozialen Medien oder bei E-Mail-Marketing-Kampagnen. Zudem besteht die Gefahr, dass UTM-Parameter unbeabsichtigt falsch gesetzt oder dupliziert werden, was zu ungenauen Tracking-Daten führen kann.

Beitragsbild © gesrey – #402306503